| Ich
wandere durch ein Meer von Millionen Blutstropfen.
So süß duftend, zäher als Wasser,
schlagen sie an meine entblößten Beine.
Ach wie angenehm, dieses Gefühl, diese Reinheit.
Das jenes Blut von Menschen ist, kümmert mich nicht.
Ich liebe es, es ist so schön, darin zu wandern, zu schwimmen.
Der Blutgeruch raubt mir die Sinne.
Die Schreie jener, die deswegen zu Tode gequält wurden, höre
ich nicht.
Die armen Seelen, die mich Nachts verfolgen, sehe ich nicht.
Reue spüre ich nicht.
Alles was ich sehe bin ich,
ein zunehmendes Alter
und meine blutjung Schönheit!
Autor:“Mistress of the Unlight“
Elisabeth wurde 1560 geboren und gehörte einer der mächtigsten
und erlauchtesten ungarischen Familien der damaligen Zeit an. Das
ständige Heiraten innerhalb der ungarischen Adelsfamilien, durch
die ihr Besitz zusammengehalten werden sollte, hatten zu einer genetischen
Degeneration geführt. Elisabeth selbst litt an epileptischen
Anfällen.
Ihre Kindheit verbrachte sie im ungarischen Nagyeseed. 1575, Elisabeth
war 15 Jahre alt, heiratete sie Franz Nádasdy, dem Sohn einer
ungarischen Adelsfamilie. Im Jahre 1600, als Franz starb, begann Elisabeths
Hauptperiode ihrer Graultaten.
Die Sage:
Elisabeth war sehr eitel und hatte Angst ihre Schönheit zu verlieren
und alt zu werden. Sie wollte jeden Tag jung und wunderschön
sein. Jeden Tag suchten sie und ihre treueste Dienerin Ann Darvolia
nach Mitteln der ewigen Jugend. Eines Tages machte die Gräfin
dann die Entdeckung, nach der sie schon sehr lange suchte: Die frisierende
Zofe, deren Aufgabe es war, das Haar der Gräfin zu der üblichen
kunstvollen Frisur aufzustecken, musste immer besonders behutsam sein,
weil die Herrin das Zausen und Reißen absolut nicht vertragen
konnte und sehr empfindlich war. Einmal zog die Zofe aber etwas zu
streng an Elisabeths Haaren. Die Gräfin war außer sch vor
Zorn und verpasste der Zofe eine heftige Ohrfeige, wobei diese aus
Mund und Nase zu bluten begann. Dabei war ein Tropfen Blut auf die
züchtigende Hand gefallen. Mit Ekel und Widerwillen griff die
Gräfin nach einem Tuch um das Blut abzuwischen. Elisabeth, stets
um ihr Aussehen besorgt, glaubte festzustellen, dass die Haut, die
vom Blut des Mädchens beschmiert war, frischer, glatter und jugendlicher
erscheinen, als es seit Jahren der Fall gewesen war. Augenblicklich
blitzte in der hohen Stirn ein entsetzlicher Gedanke auf. Sie rief
sofort nach Darv0lia, um ihr davon zu berichte. Diese bestätigte
selbstverständlich das Wunder und somit lag es für die beiden
auf der Hand, welches das Wundermittel der ewigen Schönheit für
die Gräfin war: Menschenblut! Aber selbstverständlich nur
von jungfräulichen Mädchen, da es dein reineres gab. Unverzüglich
rief sie zwei ihrer Dienerinnen zu sich, welche die Adern des verängstigten
Mädchens aufschnitten und ihr Blut in einen Bottich fließen
ließen, damit Elisabeth darin baden konnte.
Dieses erste Blutbad der Gräfin
leitet eine Orgie ein, die zehn Jahre dauerte. Männliche und
weibliche Komplizen suchten das Land nach unverheirateten jungen Mädchen
ab, nach deren Blut es Elisabeth gelüstete, und lockten sie mit
dem Versprechen einer guten Stellung als Dienerin auf das Schloss.
Meistens töteten sie die Mädchen
in der „Eisernen Jungfrau“, denn mit diesem Folterinstrument bekam
sie das meiste Blut aus den Mädchen heraus.
Elisabeth besaß viele Burgen, Schlösser und Dörfer.
Sie quälte, folterte und mordete überall.
Im Jahre 1611 wurde ihr der Prozess
gemacht, wobei sie angemessen zu ihrem Stand, nicht zu Tode verurteilt
wurde, sondern zu einer lebenslangen Kerkerstrafe im Turm ihrer Burg
in Cachtice. 4 Jahre nach ihrer Verurteilung fand sie ein Wächter
tot am Boden liegend auf.
Über die Zahl der Opfer gibt
es keine genauen Angaben. Die Zahlen schwanken zwischen 37 und 570
Toten.
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