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Madonna |
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Reviews: A bis H Alle Reviews: I bis Z |
Wertung: von * katastrophal bis * * * * * * genial |
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Madonna Louise Veronica Ciccone, besser bekannt unter ihren ersten Vornamen, hat viele Talente. Sie kann halbwegs tanzen, sie ist foto-und telegen, sie ist eine gute Sängerin, eine annehmbare Schauspielerin, und sie erspürt kommende Trends. Das und ihr großer Ehrgeiz, machen sie zu einem Star. Zum weltweit größten weiblichen Popstar macht sie aber ihre größte Gabe - ihr Talent sich zu vermarkten. Madonna weiß, was die Medien wünschen. Als junges Mädel singt sie von ihrer Jungfräulichkeit, in ihren Videos verführt sie Priester, tritt als Vamp auf und entblößt sich auf der Bühne, und noch lange vor Big Brother geht Madonna mit der Kamera ins Bett. Und nie verfehlen diese kleinen Anstößigkeiten ihre mediale Wirkung. Doch was sollte jetzt noch folgen, waren nicht schon wirklich alle PR-Trümpfe ausgespielt? Nun, Madonna gebiert einen neuen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie legt die Geburt ihres zweiten Kindes mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums zusammen. Das nenne ich totalen körperlichen Einsatz. Rocco ist geboren, die erste Single "Music" war schon Platz eins der Billboard Charts, und seit 18. September ist das Album auf dem Markt. Beim grammyveredelten 98er Album "Ray Of Light" entschied Madonna, daß der britische Soundtüftler William Orbit ihren Songs das trendige Outfit verpassen solle. Eine geniale Entscheidung, wie sich später herausstellte. Nun durfte der französische Electronic-Wizard Mirwais ran. Der Unterschied ist eklatant. Die Clubsongs wie "Impressive Instant" und "Runaway Lover" sind geradliniger, glatt produzierter Eurodance, "I Deserve It" überrascht mit akustischer Gitarre und Madonnas, aller Effekte entledigter Stimme. Liebte Orbit noch sphärische, sich langsam aufbauende Songs, so kommt Mirwais schnell und direkt zur Sache. Dementsprechend ist Music funkier, birgt aber auch weit weniger Überraschungen. Im übrigen fungierte Orbit auch diesmal als Coproduzent. Die Chefin ist aber Madonna, da können die Männer Knöpfe drehen wie sie wollen. Und Madonna hat wieder Mut zu einem neuen Sound bewiesen, eine nette Platte gemacht, die jetzt schon zwei Hits enthält (Music und American Pie) und die noch für einige andere gut sein wird. Die Meisterleistung von Ray Of Light ist ihr aber diesmal nicht gelungen. Um die nächste Generation wie Christina Aguilera und Britney Spears auf die Plätze zu verweisen, reicht es aber allemal. (nick) |
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